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Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET)

Aktivitäten

KET mit zwei Projekten bei der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet

24.10.2017
Gleich mit zwei Projekten wurde das KET bei der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Der Lehrstuhl Thermodynamik und Energietechnik (ThEt) von Prof. Vrabec konnte mit dem Projekt „Effiziente Kühlschränke“ mittels integrierter Latentwärme- und -kältespeicher auf Basis von Phasenwechselmaterialien (PCM) eine Verringerung des Energiebedarfs von Haushaltskühlgeräten um bis zu 17 Prozent erzielen. Das Projekt „Power to Heat OWL“, welches vom Lehrstuhl für Leistungselektronik und Elektrische Antriebstechnik (LEA) von Prof. Böcker durchgeführt wurde, konnte erfolgreich demonstrieren, dass durch intelligente Steuerung von Heizsystemen der Elektrizitätsbedarf an die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien angepasst und somit die Stromnetze entlastet werden können. Die KlimaExpo.NRW ist eine Initiative der NRW-Landesregierung und zeichnet bis 2022 positive Beispiele für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen aus.

Projekt „MoLaWS“ erfolgreich gestartet

17.10.2017
Gemeinsam mit der ESDA Technologie GmbH wurde das Projekt MoLaWS - „Entwicklung eines modularen Wärmespeichersystems, bestehend aus innovativen Hochleistungs-Latentwärmespeicherelementen“ erfolgreich mit einem Kick-Off-Meeting an der Universität Paderborn gestartet. Dabei soll ein neues, modulares, luftgeführtes Wärmespeichersystem aus innovativen, druckverlustarmen und kaskadierbaren Hochleistungs-Latentwärmespeicherelementen entwickelt werden. Ziel ist hierbei, das Wärme- bzw. Kälteangebot dem aktuellen Bedarf anzupassen und den kostenintensiven Verbrauch von Elektrizität und fossilen Energieträgern zu minimieren. Seitens des KETs liegen die Schwerpunkte hierbei auf der Modellierung und CFD-basierten Untersuchung der durch den Phasenwechsel beeinflussten Wärmetransportprozesse sowie auf der wärmetechnischen Auslegung der Wärmespeicherelemente. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Teil des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mit 188.690€ gefördert.

Lebensdauer von Photovoltaik-Modulen verlängern – Paderborner Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik startet das mit 535.000 Euro geförderte Projekt „SoLifE“

01.07.2016
Zusammen mit der Solarworld AG und der ESDA Technologie GmbH startet das Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität Paderborn ein Projekt zur Verlängerung der Lebensdauer von Photovoltaikmodulen (PV). In den kommenden drei Jahren soll, koordiniert durch den Lehrstuhl „Nachhaltige Energiekonzepte” unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Krauter, praxisnah an der Integration von sogenannten Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials, PCM) in die nächste Generation von PV-Modulen geforscht werden. Durch die gezielte Kühlung und Temperaturstabilisierung der Solarzellen soll hierbei der entscheidende Faktor für die alterungsbedingte Leistungsabnahme von Photovoltaikmodulen positiv beeinflusst werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit 535.000 Euro.

„Speicher aus NRW für die Energiewende“ im Landtag NRW, 30.10.2015

Das KET diskutiert mit Forschung, Industrie und Politik im Plenarsaal  des Landtags NRW das Thema Energiespeicher und stellt laufende Projektaktivitäten wie beispielsweise  „Intelligente Haushaltsgeräte als virtuelle Großverbraucher“ vor.

Photovoltaik Kongress für den Klimaschutz in Brasilien

Am 20.08.2015 hat Kanzlerin Angela Merkel Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff beim Treffen in Brasilia einen Hilfsfonds von rund 500 Millionen Euro für den Klimaschutz zugesagt – Brasilien müsse mehr in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz investieren. Um genau dieses Thema voranzutreiben, trafen sich am 4. September Energieexperten, Wissenschaftler und Politiker in Rio de Janeiro auf einem Kongress der Universität Paderborn. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Photovoltaik: „Das Energieproblem Brasiliens ließe sich durch Sonnenkraft relativ günstig, schnell und nachhaltig lösen“, ist Tagungsleiter Prof. Dr.-Ing. Stefan Krauter überzeugt.
„Der Mittelstand in Brasilien nimmt deutlich zu, immer mehr Menschen können sich Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Kühlgeräte leisten“, erklärt der Energieexperte die an sich positive Entwicklung. Der massive Anstieg des Stromverbrauchs führe aber zu einer Energiekrise: Vor allem im Sommer sei die Energieversorgung durch den hohen Einsatz von Klimaanlagen am Limit, die Wasserkraftwerke hätten dann oft zu wenig Wasser: „Solarstrom würde die Wasserkraft sehr gut ergänzen.“
2014 habe Brasilien 65,2 % des Stroms aus Wasserkraft, 13 % aus Erdgaskraftwerken, 6,8 % aus Dieselkraftwerken, 3,2 % aus Kohlekraftwerken, 7,4 % aus Biomasse (vor allem Zuckerrohrabfällen), 2 % aus Windkraft, 2,5 % aus Atomkraft und leider zu weniger als 0,01 % aus Photovoltaik bezogen. „Brasilien hat in 35 Jahren über 20 Milliarden Euro in das Atomprogramm versenkt und produziert damit nicht einmal 2 Gigawatt bzw. 2,5 % an Strom. Man könnte das komplette Programm innerhalb eines Jahres durch Photovoltaik ersetzen“, so Stefan Krauter.
Die Technik sei vor allem durch deutsche Entwicklungen sehr preisgünstig geworden, was aber bei vielen Politikern noch nicht angekommen sei. Ziel des Kongresses „RIO15“ für nachhaltige Energietechnologien, der bereits zum zehnten Mal stattfindet, sei es daher, neueste Informationen zu Technologien, Ressourceneffizienz und Finanzierungsmöglichkeiten zu liefern sowie Projekte und Investitionen in den Ausbau der Solartechnik anzustoßen. „Bei der Windkraftentwicklung waren wir damit schon sehr erfolgreich und haben in kurzer Zeit nennenswerte Kapazitäten aufgebaut“, bilanziert Prof. Krauter.

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) fördert Forschungsprojekt des Kompetenzzentrums für Energietechnik (KET) der Universität Paderborn mit 400.000 EUR

Der DAAD, die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, fördert in den kommenden vier Jahren ein gemeinsames Projekt des Kompetenzzentrums für nachhaltige Energietechnik und des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers (TecUp) der Universität Paderborn mit 400.000 Euro. Unter der Federführung von Prof. Dr.-Ing. Stefan Krauter vom Fachgebiet Elektrische Energietechnik - Nachhaltige Energiekonzepte (EET-NEK) und Vizepräsident Prof. Dr. Rüdiger Kabst vom Lehrstuhl International Business werden im Rahmen des Projekts Start-Up Factory in Kooperation mit Partneruniversität aus Kumasi (Ghana) technische und ökonomische Beratung für afrikanische Jungunternehmer aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz angeboten. Unterstützt wird das Projekt hierbei durch mittelständische Unternehmen wie der WestfalenWIND GmbH aus Lichtenau. Die beteiligten Studierenden aus beiden Ländern lernen dabei die sozialen und technischen Herausforderungen sowie die dazugehörenden Lösungsmethoden aus den jeweils anderen Ländern kennen. Außerdem soll so bei den Studierenden unternehmerisches Denken gefördert werden, indem die Unternehmen aus Westafrika immer vor dem Hintergrund der technischen und ökonomischen Machbarkeit beraten werden.  Zum Auftakt besuchen nun 4 beteiligte Wissenschaftler der Kwame Nkrumah University of Science and Technology vom 8.-16.8.2015 die Universität Paderborn.

Intelligente energietechnische Systemlösungen für industrielle Prozesse

Am 29.01.2014 gaben die Experten vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität Paderborn in ihren Fachvorträgen Einblicke in Praxisprojekte auf der Informationsveranstaltung „Intelligente energietechnische Systemlösungen für industrielle Prozesse“ der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld.
Bedingt durch die Herausforderungen im Bereich Klimaschutz und Ressourcenschonung müssen herstellende und verarbeitende Industrie zunehmend unter ökonomischen und ökologischen Aspekten produzieren. Neue Anforderungen an die nachhaltige Erzeugung, Wandlung und rationelle Nutzung benötigter Endenergien ergeben sich. Passendes ingenieurwissenschaftliches Know-how ist erforderlich.
Das Video vom Interview der Experten des Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) ist unter diesem Link verfügbar:

http://www.youtube.com/watch?v=jKYMPBQ2N1U

Die Universität der Informationsgesellschaft